Legende von den Pfiffelbacher Nixen

Im Holze besaß die Gemeinde jedenfalls seit uralten Zeiten die sogenannte BLINDE WIESE. Sie war ca. einen Hektar groß, mit Rasen bewachsen und an ihrem oberen Teil mit einem Kreis Linden bepflanzt, unter denen bei festlichen Gelegenheiten getanzt wurde. Alljährlich fand an dieser Stelle ein großes Sommerfest statt. Vor vielen, vielen Jahren kamen zu diesem Feste immer wieder unbekannte, wunderschöne Jungfrauen. Sie tanzten und waren vergnügt, aber immer nur bis kurz vor Mitternacht, dann waren sie ganz unauffällig und lautlos verschwunden. Eines Abends hatten die Burschen des Dorfes beschlossen, die Mädchen mit einer List aufzuhalten, was ihnen auch gelang. Als die Kirchturmglocke Zwölf geschlagen hatte, stießen die schönen Jungfrauen ein klägliches Geschrei aus und verschwanden. Sie sollen, so heißt es der Sage nach, Nixen gewesen sein, die aus dem Sumpf beim Teller gestiegen seien. Dort verschwanden sie auch immer wieder, wenn sie pünktlich vom Tanz zurück kamen. Sie gaben dann ein Zeichen und die Tiefe des Wassers nahm sie wieder auf. Aber am Morgen des Tages, als man versucht hatte die schönen Jungfrauen festzuhalten, war das Wasser jenes Sumpfes blutrot gefärbt. Die schönen Jungfrauen waren seitdem nie wieder gesehen.

Die Legende lebt weiter

... in Anlehnung an diese uralte Waldfestlegende entstand die Idee am ersten Veranstaltungs-wochenende jeden Jahres eine Waldnixe für die Dauer der gesamten Saison zu küren. Zum Ablauf der Veranstaltung wird im Vorfeld natürlich nicht zu viel verraten.

I. Waldnixe: Susi aus Weimar

Nur soviel: Jede Frau, die als Gast die Veranstaltung besucht, kann mitmachen. Alter, Hautfarbe, Konfektionsgröße, Konfession o.ä. spielen dabei überhaupt keine Rolle. Gegen Mitternacht erfolgt die Wahl. Von den teilnehmenden Nixen wird eine nach erfolgreichem Bestehen diverser kleinerer Aufgabenstellungen vom Publikum durch lautstarken Applaus bestimmt. Die Siegerin wird zusätzlich zu dem Spaß, den sie an diesem Abend hatte, mit einem attraktiven Preis belohnt. Natürlich erhält sie außerdem zu allen Veranstaltungen des Waldfestvereins freien Eintritt. Also: Mitmachen lohnt sich!

Auf das die Legende weiterleben möge ...